Theaterbesuch: „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada im Deutschen Theater Göttingen

Die Schülerinnen und Schüler des Theaterkurses haben sich mit dem Roman von Hans Fallada auseinandergesetzt und dazu eine Theateraufführung im Deutschen Theater Göttingen besucht. 
Der Roman basiert auf der Basis des historisch verbürgten Falles der Berliner Eheleute Otto und Elise Hampel. Diese hatten zwischen 1940 und 1942, also in einem für eine totalitäre Diktatur beträchtlich langen Zeitraum, mehr als 200 regimekritische Flugblätter in der deutschen Hauptstadt verteilt und waren dann denunziert worden. Der Inhalt der Flugblätter war, so soll sich Fallada selbst darüber geäußert haben, erschreckend primitiv, und doch kann man das, was die Hampels taten, nicht hoch genug einschätzen. Sie sind keinesfalls astreine Vorzeigedeutsche, die frei von jeglicher Verstrickung geblieben sind. Beide Eheleute werden erst durch den Tod von Elises Bruder während des Frankreich-Feldzuges zu aktiven Gegnern der braunen Herrschaft. Es ist genau dieser Wandel, diese bewusste Wahl der Eheleute, den Fallada in seinem Roman literarisch aufgearbeitet hat. Er zeigt uns den gefahrvollen Weg des Widerstandes.